Krankheiten fallen nicht vom Himmel und sind auch keine "Strafe Gottes". Sicherlich gibt es Viren und Erreger, die in einem Organismus für Unruhe sorgen können, doch nur, wenn der Nährboden dafür geschaffen ist, das heisst, dass einerseits das Immunsystem entsprechend schwach ist und andererseits auch ein geistiger Nährboden vorhanden sein muss. Gott straft nie. Alles, was uns geschieht, ist eine Folge unserer eigenen vorherigen Handlungen.
Nach der Analogie "Wie innen, so aussen" ist der Körper das Spiegelbild der Seele. Ist der seelische Zustand eines Menschen in Disharmonie, so ist es der Körper auch. Ist der innere Zustand Ärger, wird sich auch der Körper ärgern und das durch Krankheit auch verdeutlichen.
Krankheiten können wir daher auch nicht mit äusseren Mitteln bekämpfen, denn sie sind unsere Freunde, die uns auf etwas hinweisen wollen. Auch hier gilt das Sog-Prinzip: Je mehr Angst wir vor einer Krankheit haben, desto länger bleibt sie bei uns. Verstehen wir jedoch ihre Seelen-Botschaft, geht sie von alleine, eben deshalb, weil sie nicht zu unserem Schaden bei uns ist, sondern aus Freundschaft. Sie will uns wie ein guter Freund sagen, dass wir uns verändern sollen, dass wir in unserer seelischen Entwicklung stehengeblieben sind. Die Krankheit ist also kein Gegner, sondern ein Botschafter. Denn es gibt eigentlich gar keine "Krankheiten", sondern nur kranke Menschen!
Ziehen wir folgendes Beispiel heran: Ein Alkoholiker ist kurz davor, dass sein Körper nicht mehr mitmacht. Es ist ihm anzusehen, dass die Leber bald ihren Geist aufgeben wird, doch bisher geht es dem Patienten noch gut. "Mein Alter hat schon gesoffen und ist dieses Jahr neunzig geworden, also werd' ich es auch." Solche und ähnliche Sprüche gibt unser Kamerad von sich, um sich einerseits nicht eingestehen zu müssen, dass er bereits vom Alkohol abhängig und andererseits auf dem besten Wege ist, seinen Körper - neben dem bereits zum Teil weggesoffenen Verstand - auch noch zu ruinieren. Er hat eine Menge Ausreden parat, doch weiss er selber insgeheim, wie es um ihn steht. Er ist jedoch nicht bereit, Hilfe anzunehmen, da er auch nicht bereit ist, eine Entscheidung zu treffen.
Es gäbe nun die Möglichkeit, die zusammengesoffene Leber mit einer neuen, frisch gelieferte auszutauschen (der Organhandel ist inzwischen zu einem lukrativen Geschäftszeig geworden) oder mit einem neuen Superpräparat der Pharmaindustrie zu behandeln, welches die Leberzellen besonder schnell regenerieren lässt. Vielleicht geht der Patient auch zu einem unserer Super-Kinder, das ihn durch Handauflegen von seinem Leiden befreit.
Wir fragen uns natürlich: Was würde die spontane Heilung der Leber bei unserem alkoholkranken Freund bewirken? Würde sie ihn zu einer Umkehr in seinem Denken und einer Abkehr vom Alkohol bewegen? Bestimmt nicht. Sobald die Leber wieder funktioniert, wird er weitersaufen, und sein Schutzengel rauft sich die lockigen Haare. Alle Hinweise, die er ihm hat zukommen lassen, über sein Gewissen, über Kommentare von Freunden und Bekannten... nichts hat geholfen. Er wollte weder auf seine innere noch auf eine Stimme von aussen horchen und ist auf dem besten Wege, sein Lebensziel nicht zu erreichen.
Also hilft nur noch eins: Ein gewaltiger Dämpfer. Höchstwahrscheinlich wird nun seine Leber völlig streiken, was ihn heftig in die Knie zwingen wird. Seine Frau ist ihm sowieso schon davongelaufen, nachdem er sich nicht nur immer häufiger in der Wortwahl vergriffen, sondern auch noch die Kontrolle über seine Agressionen verloren hat, und so ist er nun alleine im Krankenhaus, das seine "Freunde" aus der Pinte sowieso nie seine richtigen Freunde waren, was er spätestens jetzt schmerhaft erkennen muss. Nun hat er die nötige Zeit, zur Besinnung zu kommen. Womöglich erkennt er jetzt, dass der Grund für seinen übermässigen Alkoholkonsum seine Ängste sind. Erst wenn er sich diesen stellt, kann er eine wirkliche Heilung erfahren.
Ist die Krankheit nun gut oder schlecht?
Will die kaputte Leber dem Patienten eine Botschaft für seinen Lebensweg vermitteln oder soll sie nur durch eine neue, vielleicht künstlich gezüchtete ausgetauscht werden? Ist eine Heilung möglich, ohne eine Umkehr im Denken?
Hinter jeder Krankheit verbirgt sich eine verborgene Botschaft der Seele, gleich ob es ein harmloser Schnupfen ist oder Krebs. Die Krankheit will nicht bekämpft werden, sondern sie will, dass wir ihre Botschaft verstehen und dass wir unser Denken und Handeln ändern, denn dann ist die Aufgabe erfüllt, und das Symptom kann verschwinden.







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