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Meine Mutter wohnt in Charles City

von Anunnakai @ 2006-04-26 - 19:43:03

Hier nun die versprochene Geschichte, welche verdeutlicht dass die Erinnerung an eine frühere Inkarnation schon möglich war.

Romy ist die Tochter von Barry und Bonnie Crees, die in Des Moines im Staate Iowa in den USA leben, wo sie auch zur Welt kam. Immer wieder sprach die Kleine davon, dass sie früher ein Junge gewesen sei, dessen Name Joe Williams war. Natürlich hielten sie zuerst jene Aussage der Tochter für Ausgeburten einer blühenden Kinderphantasie. Sie gab an, in Charles City gelebt zu haben. Nun, vielleicht hatte sie diesen Namen jener Stadt, die sich etwa zweihundertfünfzig Kilometer von Des Moines entfernt befand, im Fernsehen aufgeschnappt. Sie behauptete auch, mit einer Frau namens Sheila verheiratet gewesen zu sein; beide hätten drei Kinder gehabt. Auch das war nichts, was die Eltern alarmiert haben könnte. Nach einiger Zeit sprach sie davon, dass ihre frühere Mutter Louise Williams hiess und das Joe in ihrem Hause, das rote Zigel habe, aufgewachsen sei. Einmal habe es durch sein Verschulden dort einen Brand gegeben, und beim Löschen hätte sich seine Mutter die Hand verbrannt. Auch hätte die Mutter am Bein Schmerzen davon getragen, und Romy zeigte ihren Eltern genau die Schmerzstelle am rechten Bein. Immer wieder bat sie ihre Eltern, sie nach Charles City zu bringen, denn sie wollte ihre dortige Mutter besuchen, um ihr zu sagen, dass "alles in Ordnung" ist. Doch ihre Eltern wussten immer noch nicht, was sie von all dem halten sollten. Doch sobald sie mit dem Kind auf der Strasse waren und ein Motorrad vorbeibrauste, bekam Romy Panikzustände. Sie hatte ihnen ja immer wieder beschrieben, wie sie als Joe ein Motorrad gehabt hatte und wie er und seine Frau Sheila, die hinten drauf sass, bei einem Unfall das Leben verloren hätten. Und als Romy die Eltern immer wieder bat, sie nach Charles City zu bringen, damit sie ihnen alles zeigen und vor allem ihnen Mutter Louise vorstellen könnte, erschien ihnen all das Eigenartige wichtig genug, um Romys eindringlichen Bitten nachzukommen. Wie sollte man aber jetzt dabei vorgehen?

Sie hatten von einem Professor in Kalifornien gehört, der Fällen nachgehen sollte, bei denen sich Kinder an frühere Leben erinnern. Sie verständiten sich mit dem indischen Professor Hemendra Banerjee, der im Winter 1981 mit seiner Frau und zwei schwedischen Journalistender Zeitschrift Allers nach Des Moines kam, um den Fall Romy Crees zu untersuchen. Hier handelt es sich sozusagen um einen Idealfall aus der Sicht der Reinkarnationsforschung, da ein Forscher einen Fall übernimmt, der nicht schon seitens der Betreffenden gelöst ist. In den meisten Fällen kann sich später noch auf die Berichte der anderen verlassen in der Hoffnung, dass alle Angaben auch korrekt wiedergegeben worden sind. Nachdem sich Professor Banerjee noch einmal alles von den Eltern und natürlich von Romy selbst in allen Einzelheiten berichten liess, setzten sie sich alle ins Auto unf fuhren los.
Als sie sich Charles City näherten, wurde Romy immer aufgeregter. Sie kletterte auf den Vordersitz, und als sie nun in die Stadt hineinfuhren, sagte sie: "Wir müssen für Mutter Williams noch Blumen kaufen. Sie mag blaue Blumen am liebsten. Wir können auch nicht durch die Vordertür eintreten. Wir müssen um die Ecke zur Tür in der Mitte gehen."
Man kaufte, wie Romy es wünschte, einen Strauss mit blauen Blumen. Auch schaute man nochmals in ein Telefonbuch und fand dort zu aller Freude den Namen Louise Williams samt ihrer Adresse. Und Romy konnte ihnen wie selbstverständlich den Weg zu ihrem Haus zeigen.
Schliesslich erreichten sie samt den beiden Reportern das von der Tochter beschriebene Haus in einem Vorort von Charles City. Es war ein weisser Bungalow, er hatte aber nicht jene roten Ziegel, von denen Romy gesprochen hatte. Doch tatsächlich - auf einem Schild stand geschrieben: "Bitte den Hintereingang benutzen." Als man an der hinteren Seitentür klopfte, kam eine ältere Frau zur Tür. Sie stützte sich auf eine Krücke. Um ihr rechtes Bein war ein Verband gewickelt. Man fragt sie ob sie Frau Louise Williams sei. Sie bejahte. "Hatten sie einen Sohn namens Joe?"
"Ja."
Man legte ihr nahe, sich mit ihr näher unterhalten zu wollen, doch Frau Williams entgegnete, dass das jetzt nicht möglich sei, denn sie müsse dringend ihren Arzttermin wahrnehmen, doch anschliessend, in etwa einer Stunde, stünde sie ihnen gerne zur Verfügung. Romy war sehr enttäuscht, denn sie hatte sich die erste Begegnung mit ihrer früheren Mutter ganz anders vorgestellt. Und die blauen Blumen waren auch nicht überreicht worden. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.
Nach einer Stunde kam die Siebenergruppe wieder zur Tür von Frau Williams. Sie schien schon gewartet zu haben und bat sie einzutreten.
Jetzt konnte die kleine Romy Frau Williams die blauen Blumen überreichen. Diese war vor Freude ganz überrascht und sagte, dass sie solch einen Blumenstrauss zum letzten Mal von ihrem sohn Joe überreicht bekommen hätte. Und nun berichtet man ihr, wer Romy sei, und dass sie sich an ein früheres Leben als ihr Sohn erinnern könne. Frau Williams hörte all dem fassungslos zu. Es mag ihr wohl zumute gewesen sein wie jemandem, dem sich auf einmal Ausserirdische vorstellen, die Dinge aus seiner Vergangenheit erzählen. Sie musste die ihr berichteten Einzelheiten alle bestätigen und fragte immer wieder: "Woher weiss sie denn das alles?" Ihr war es unverständlich, wie ein kleines Mädchen über sie und ihren verstorbenen Sohn alles wissen konnte, denn sie selbst kennt niemanden in Des Moines, der Romy irgend etwas über sie erzählt haben könnte. Danach befragt, warum Romy ihr Haus mit roten Ziegeln beschrieben habe, entgegnete sie, dass in Charles City vor Jahren ein furchtbarer Wirbelsturm sein Unwesen getrieben habe, der das Dach dermassen beschädigte, dass es neu gedeckt wewrden musste, wobei man keine roten Ziegel mehr benutzt habe. Ihr wurde erzählt, dass Romy wusste, dass man durch den seitlichen Hintereingang das Haus zu betreten hätte. Und Frau Williams erklärte, dass Joe ihnen damals geholfen hätte, das Haus zu bauen. Und er habe ihnen angeraten, im Winter die Vordertür verschlossen zu halten.
Obwohl Frau Williams nicht an die Reinkarnation glaubte und ihr vieles unglaublich vorkommen musste, fühlte sie sich zu Romy hingezogen. Beide gingen in das Nebenzimmer. Als sie aus diesem wieder zurückkamen, hielten sich beide an der Hand. Frau Williams hielt in der anderen Hand eine eingearahmte Fotografie und sagte freudestrahlend: "Sie hat sie alle wiedererkannt." Nun zeigte sie den Anwesenden dieses Foto, das an dem letzten Weichnachtsfest vor Sheilas und Joes Tod aufgenommen worden war. Und immer wieder bestätigte Frau Williams, dass Romy ihr im Nebenzimmer all die Namen der auf diesem Foto Abgebildeten richtig genannt hatte.
Frau Williams konnte im Laufe der Unterhaltung vieles von dem bestätigen, was Romy ihren Eltern in Des Moines gesagt hatte. Tatsächlich war Joe mit Sheila bei einem Motorradunfall 1975 ums Leben gekommen, und die beiden hatten tatsächlich drei Kinder. Auch stimmten die Namen der Verwandten, die Romy gesprochen hatte, bei dem sie sich damals tatsächlich die Hand verbrannte.

Weder Frau Williams noch die Eltern von Romy waren jedoch bereit, an die Reinkarnation zu glauben. Zu sehr waren sie von den Dogmen der Kirche belastet, um die Möglichkeit einer Wiedergeburt von Joe als Romy akzeptieren zu können. Für diese drei bleibt das hier Geschilderte ein unerklärtes Phänomen. Doch Frau Crees, schliesst einen Betrug seitens ihrer Tochter aus: "Ich weiss ganz sicher, dass meine Tochter sich so etwas nicht ausdenken könnte."

Wir sehen an diesem Beispiel, wie schwer sich Menschen von alten Glaubens- und Gedankenmustern lösen.

Es gibt noch einige andere Reinkarnationensgeschichten... doch diese lasse ich aber vorerst aus, da wichtigeres zu schreiben ist.

[...folgt in der Fortsetzung...]


 
 

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