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Was ist Wahrheit?

von Atheismus @ Sonntag, 12. Mär, 2006 - 20:12:49

Was ist die Wahrheit?

Es gibt exakt eine Sache, die wahrer ist, als die Wissenschaft und das ist eine Grundfeste der Wissenschaft. Die Logik. Der Mensch hat die Wahrnehmung und den Verstand. Gefühl hat er auch, ist aber nichts, was ihm irgendwie zu Erkenntnis, Wahrheit helfen würde. Alles, was darüber hinaus geht ist ür uns unfassbar und undurchführbar, weil es die Ebene des Menschen übersteigt und somit vollkommen irrelevant.

Wir können also festhalten: Sämtliche sichere (ich nenne sie fortan primär) Wahrheit ist ein logischer Schluss. Jede sekundäre Wahrheit ist etwas Wahrgenommenes. Ein aus Wahrnehmung resultierender logischer Schluss ist dann die tertiäre Wahrheit.

Nun ist Logik absolut. Bezeichnen wir Logik als nicht absolut, ist eben diese Aussage auch nicht absolut und somit verliert sie die zuvor gemachte Aussage. Sämtliche Wahrheit geht verloren, was bleibt ist eine Tautologie. Und nicht einmal von ihr ist auszugehen, wenn die Logik nicht absolut ist.

Folglich muss die Logik als absolut angesehen werden.

Daraus folgt die absolute Wahrheit der primären Wahrheit.

Nun sagt aber die Logik:

Aus nichts entsteht nichts.

Wenn aber etwas wahrgenommen wird, so muss es sein. Wenn einem erscheint, dass er wahrnimmt, es dieses, was er denkt wahrzunehmen, aber nicht gibt, so ist trotzdem das Bild, der Gedanke dieses Gegenstandes existent, woraus folgt, dass auch er auf etwas beruht, was ebenfalls existent ist. Daraus schließt sich:

Alles was wahrgenommen wird, existiert. Es ist nicht notwendig, dass es in der Form existiert, in der es wahrgenommen wird.

Somit wissen wir zumindest, das alles wahrgenommene existiert. Also beruht die sekundäre Wahrheit auf tatsächlich existenten Gegenständen, wenngleich nicht versichert ist, dass sie so sind, wie wir sie wahrnehmen.

Die tertiäre Wahrheit setzt sich nun zusammen aus der primären und sekundären. Die primäre Wahrheit ist absolut. Die sekundäre liefert Informationen von existenten Gegenständen und derer Manifestation. Die Logik kann also das Wahrgenommene überprüfen und sie somit in die Logik eingliedern. Sie kann den tatsächlichen Wahrheitsgehalt der sekundären Wahrheit bestimmen, sie kann das Wahrgenommene in Verbindung setzen, sodass ein System entsteht, das eine potentielle Wahrheit ist. Diese wird von der Logik verwendet, um der absoluten Wahrheit näher zu kommen. Des weiteren nützt sie, so weit primär und sekundär erfassbar, dem Menschen. Auf jeden Fall beruht sie auf tatsächlichen Grundlagen, Glauben hingegen beruht auf, nun ja Glauben, ist also weder logisch, noch wahrgenommen oder sonst etwas, also de facto an sich unsinnig, was bedeutet, das die Schlange gut daran getan hat, der Frau, diejenige, die sich nicht opportunistisch unterworfen hat, die Wahrheit über die Erkenntnis zu sagen, die Göttlichkeit. So kommt es, dass wir Menschen nun selber Götter sind und gar so mächtig, das wir selber Götter zu schaffen in der Lage sind.


 
 

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AnunnakaiAnunnakai [Mitglied]
12.03.06 @ 20:21

Excellent!

Klau|s|ens [Besucher]
http://klausens.blogg.de
13.03.06 @ 12:59

"Alles was wahrgenommen wird, existiert."

ja, man kann gar nicht unterscheiden zwischen "wahrgenommen" und "vermeintlich wahrgenommen".

wenn nur ein (1) mensch ein stimme hört, und alle anderen sagen:

"nein, die haben wir nicht gehört" - so ist die stimme dennoch existent, weil sie ein (1) mensch (vermeintlich) hört.

existent ist also alles das, was für 1 menschen existent ist.

die tiere können wir leider nicht fragen, unser ganzes denksystem ist von uns gemacht, also menschen-inhärent - und genau deshalb zählen nur die dinge, die wir wahrnehmen oder wahrzunehmen vermeinen.

deshalb hilft ja auch keine rationalität, weil die irationalität teil des menschen ist, und immer bestandteil des menschlichen systems.

klug denker/Innen denken rational und irrational zugleich, wobei die frage ist, ob man "irrational" denken kann ... oder ob das mehr ein empfinden ist.

kluge denker stellen auch das denken nicht über das empfinden, sondern sehen, dass alles (beides und noch mehr) bestandteil der unverstehbaren spezie mensch ist.

tja, und dann kommt wieder GOTT als das UNVERSTEHBARE ins spiel.

aber hier will ich aufhören.

LOGIK als ABSOLUT zu setzen ist eben auch nur ein spiel des menschlichen hirns, einfach, um mit allem besser zurechtzukommen.

aber ERKLÄREN kann ja auch jeder mensch alles. wenn es ein mensch erklärt, also sagt, dann ist es schon existent !!! und wahr !!! in allerbdingthiet: wahr, denn 1 mensch hat es gedacht, empfunden und dann öffentlich erklärt.

damit ist s auch "in der welt".

ich erkläre mal eben: LOGIK ist NICHT ABSOLUT - und schon haben wir einen unauflöslichen widerspruch der meinungen, den man auch durch einen langen disput oft nicht aus der welt schafft.

denn alle meinungen, auch die sich widersprechenden, bharren auf dem eigenen anspruch wahr zu sein. diese vielfalt wird ewig sein, sich in der zuammensetzung ändern, aber ewig sein.

damit wären wir beim thema der menschlichen BEHARRUNG.

es grüßt, klau|s|ens: deine scharfen gedanken sind ein quell von guten und klaren und "logischen" erkenntnissen. ob das der menschheit hilft? am ende? die logik? ich weiß nicht. aber ich erfeue mich an diesen gedanken.

Klau|s|ens [Besucher]
http://klausens.blogg.de
13.03.06 @ 13:06

"Gefühl hat er auch, ist aber nichts, was ihm irgendwie zu Erkenntnis, Wahrheit helfen würde."

Diesen Satz kann ich nie und nimmer akzeptieren: das gefühl ist eine dem Hirn gleichrangige Kraft. Es kommt auf ein System der Balance an, weches auch dieser Kraft einen hohen Stellenwert gibt. (warum haben eigentlich die Griechen Kassandra gefunden oder erfunden? ihr "sehen" war genau dieses gefühl, diese feine wahrnehmung, die vielen mneschen völlig fehlt: seher und weissager sind, wenn sie keine scharlatane sind, große weise menschen. gfühl ist ein anderer sinn, aber ein wichtiger. übrigens auch biweilen ein schutz vor dem bösen.)

YuLeeYuLee [Mitglied]
15.03.06 @ 15:56

Nicht nur das: Intensive Gefühle prägen (im positiven wie im negativen) ganze Lebenswege oder verändern sie grundlegend.

eksistoeksisto [Mitglied]
18.03.06 @ 17:28

Ich hätte nicht den Mut, so frisch von der Leber weg etwas über "Wahrheit" zu schrieben. Die Christen reden von Glaubens-Wahrheiten. Das ist aber ein andere Wahrheit, etwas das für wahr gehalten wird, obwohl es keine entsprechenden Sinnes-Wahrnehmungen gibt.

Ich denke, Wahrheit bezieht sich eigentlich nur auf Aussagen, Feststellungen über Gegebenes, Vorhandenes; das was existiert: Sind Aussagen darüber richtig oder falsch, d.h. wahr oder unwahr?

Deshalb sind deine Ausführungen über Logik grundsätzlich richtig. Die Logik kann aber zu falschen Schlüssen führen, wenn etwas nicht richtig erkannt wird oder die Gesetze der Logik falsch angewendet werden oder wenn irgendeine Prämisse falsch ist, z.B. auf Aberglauben beruht.

Ich denke aber nicht, dass das Gefühl völlig irrelevant ist. Es kann kaum von der Erkenntnis getrennt werden. Bei Glaubens-Wahrheiten sind Gefühle (Wunschdenken) ganz stark beteiligt. Aber auch bei Entscheiden des Lebens (z.B. ein Autokauf) - es geht ja um richtig oder falsch - spricht der Bauch, d.h. das Gefühl mit, und das ist gut so. Es muss für einen selber stimmen. Gerade bei komplexeren Entscheiden ist das Gefühl erfahrungsgemäss nicht schlecht.

Was heisst schon absolut? Losgelöst. Was soll das bedeuten? Völlig losgelöst ist nichts; es hängt alles zusammen. Eine absolute Wahrheit gibt es gar nicht, sie wäre auch völlig nutzlos. Wahrheit ist nur sinnvoll im Zusammenhang mit Existierendem, das was "wahr genommen" werden kann.

Nun ist mir doch noch ein 'nieder-philosophischer' Kommentar gelungen.

[Besucher]

17.04.06 @ 13:45

All die Wahrheiten sind nur relativ gültig hinsichtlich anderer Wahrheiten und egal wie gut sie bewiesen scheinen, sind es nur Glaubenssätze. Logik gilt nur als Wahrheit, wenn Logik existiert, aber das Chaos existiert auch. Existentes ist erst wahr, wenn es erkannt wird. Der Erkennende, das ist die eine Wahrheit. Das Erkannte ist die zweite. Beide vereint sind die ganze, die absolute Wahrheit, die aber niemand je zu Gesicht bekommen wird, der sich von dem Erkannten unterscheidet.

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